Cervar Porat ist ein Ortsteil der Gemeinde Porec und liegt etwa 6 Kilometer nördlich des bekannten Touristik-Zentrums.
Der Ort galt lange Zeit als das Port Grimaud von Kroatien, weil es von einem Architekten entworfen und in einem Rutsch erbaut wurde.
Man verglich den Ort mit der südfran-zösischen - nahe St. Tropez gelegenen - "Schwester", weil die Meeresnähe und die gewählte Architektur ähnlich sind.
Früher galt Cervar Porat als einer der schönsten, neu entstandenen Orte in Istrien. Das Hotel und die Appartments waren immer gut gebucht.
Nach dem Kriegsausbruch 1991 wurde das Hotel als Flüchtlingsquartier benötigt. Vornehmlich aus Vukovar wurden Flüchtlinge aufgenommen, die das Hotel im Laufe der nächsten Jahre bis zur Unbrauchbarkeit "nieder gewohnt" haben. Nachdem die Flüchtlinge ausgezogen waren, fehlte im Hotel jede elektrische Installation (Steckdosen, Lampen, Schalter etc.) und die Türen waren im Winter verheizt worden.
Den Flüchtlingen sollte man daraus keinen Vorwurf machen, denn sie standen vor dem Nichts. Sehr wohl sollte man aber den Verantwortlichen Politikern auf die Finger sehen, denn sie ließen Cervar Porat einfach fallen.
Das Hotel - seinerzeit Herzstück des Ortes - prägt nun als Bauruine negativ das Gesamtbild des Ortes. Wegen umstrittener offener Strom- und Wasserrechnungen (in beträchtlicher Höhe), ist bisher jeder potentielle Investor abgeschreckt worden, der das Objekt generalsanieren oder neu aufbauen wollte.
Dazu kommt, dass die Gemeinde Porec ihrem Ortsteil Cervar kaum Beachtung schenkt. Während in Porec mit Millionenaufwand
und EU-Förderung teurer Marmor die Gassen pflastert und jedes Blumenbeet vorbildlich gepflegt wird, wird in Cervar nichts
investiert.
Nur nach massivem Protesten werden bestenfalls Laternen ausgebessert, die seit Jahren deffekt sind. Ein Zustand,
der allgegenwärtig ist.
Aber kein Nachteil - wo nicht auch ein Vorteil ist: Aus all diesen Gründen gilt Cervar dank seiner sympatisch-familiären Atmosphäre als Geheimtipp. Eingeweihte wissen ob der Qualität der zahlreichen wilden Strände in unmittelbarer Nähe des Ortes.
Die standhaften Geschäftsleute im Ort geben sich alle Mühe, aus eigener Kraft den Ort attraktiv zu gestalten. Legendär ist beispielsweise das Fischlokal "Ribarica", eines der wenigen Fischlokale in Kroatien, wo es urig und bodenständig auch fangfrischen Fisch gibt, den die Fischerin selbst zubereitet. Oder das Lokal des Fischers Nato, der auch hervorragende Fleischspezialitäten bietet. Zwei Beispiele für viele positive Entwicklungen im Ort.
Wer bis hierher gelesen hat, der soll auch den Sinn und den Hintergrund dieser Internetseite erfahren:
Hier soll die Entwicklung von
Cervar dokumentiert werden und eine Plattform für Cervar-Freunde entstehen. Speziell für deutschsprachige Cervar-Liebhaber.
Wer sich dazu zählt, der sollte hier weiterlesen...